Steuerliche Förderung

 

Der Gesetzesgeber hat im Bereich der Altbausanierung denkmalgeschützter Immobilien ganz klare Steuervorteile für den Anleger eingeräumt. Um zum Nutznießer dieser Vorteile zu werden, bedarf es einiger Voraussetzungen und "Spielregeln".  

Steuertip für Denkmaleigentümer

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§ 7i  EStG - erhöhte Absetzung bei Baudenkmalen

 (1) 1Bei einem im Inland belegenen Gebäude, das nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ein Baudenkmal ist, kann der Steuerpflichtige abweichend von § 7 Absatz 4 und 5 im Jahr der Herstellung und in den folgenden sieben Jahren jeweils bis zu 9 Prozent und in den folgenden vier Jahren jeweils bis zu 7 Prozent der Herstellungskosten für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind, absetzen. 2Eine sinnvolle Nutzung ist nur anzunehmen, wenn das Gebäude in der Weise genutzt wird, dass die Erhaltung der schützenswerten Substanz des Gebäudes auf die Dauer gewährleistet ist. 3Bei einem im Inland belegenen Gebäudeteil, das nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ein Baudenkmal ist, sind die Sätze 1 und 2 entsprechend anzuwenden. 4Bei einem im Inland belegenen Gebäude oder Gebäudeteil, das für sich allein nicht die Voraussetzungen für ein Baudenkmal erfüllt, aber Teil einer Gebäudegruppe oder Gesamtanlage ist, die nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften als Einheit geschützt ist, kann der Steuerpflichtige die erhöhten Absetzungen von den Herstellungskosten für Baumaßnahmen vornehmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des schützenswerten äußeren Erscheinungsbildes der Gebäudegruppe oder Gesamtanlage erforderlich sind. 5Der Steuerpflichtige kann die erhöhten Absetzungen im Jahr des Abschlusses der Baumaßnahme und in den folgenden elf Jahren auch für Anschaffungskosten in Anspruch nehmen, die auf Baumaßnahmen im Sinne der Sätze 1 bis 4 entfallen, soweit diese nach dem rechtswirksamen Abschluss eines obligatorischen Erwerbsvertrags oder eines gleichstehenden Rechtsakts durchgeführt worden sind. 6Die Baumaßnahmen müssen in Abstimmung mit der in Absatz 2 bezeichneten Stelle durchgeführt worden sein. 7Die erhöhten Absetzungen können nur in Anspruch genommen werden, soweit die Herstellungs- oder Anschaffungskosten nicht durch Zuschüsse aus öffentlichen Kassen gedeckt sind. 8§ 7h Absatz 1 Satz 5 ist entsprechend anzuwenden.

(2) 1Der Steuerpflichtige kann die erhöhten Absetzungen nur in Anspruch nehmen, wenn er durch eine Bescheinigung der nach Landesrecht zuständigen oder von der Landesregierung bestimmten Stelle die Voraussetzungen des Absatzes 1 für das Gebäude oder Gebäudeteil und für die Erforderlichkeit der Aufwendungen nachweist. 2Hat eine der für Denkmalschutz oder Denkmalpflege zuständigen Behörden ihm Zuschüsse gewährt, so hat die Bescheinigung auch deren Höhe zu enthalten; werden ihm solche Zuschüsse nach Ausstellung der Bescheinigung gewährt, so ist diese entsprechend zu ändern.
(3) § 7h Absatz 3 ist entsprechend anzuwenden.

(Auszug-inhaltliche Widergabe ohne Gewähr) 

Investieren Sie in eine Immobilie die als Denkmal geschützt ist!

Steuerliche Vergünstigungen sind ein großer Anreiz für die Investition in eine Immobilie, die als Denkmal gelistet ist.

Damit Sie alle steuerlichen Vorteile ausnutzen können, muss eine wichtige Voraussetzung erfüllt sein. Die Immobilie muss offiziell als Baudenkmal gelistet sein. Sobald sie als Denkmal eingetragen ist, eröffnen sich Ihnen sehr interessante Perspektiven bei der Finanzierung und Instandhaltung. 

Der Staat unterstützt die Besitzer eines Baudenkmal finanziell, in dem er die Möglichkeit bietet, hohe Abschreibungen zu tätigen. Im Endeffekt bedeutet dies für den Eigentümer einer Immobilie, die ein Denkmal ist, eine große finanzielle Erleichterung. 

Steuerbescheinigung gemäß § 40 DSchG NRW

Das Einkommenssteuerrecht bietet mehrere Möglichkeiten, die Steuerschuld auf Grund von Aufwendungen für Denkmäler zu mindern.
Wer diese Möglichkeit in Anspruch nehmen möchte, muss bei der zuständigen Denkmalbehörde eine Steuerbescheinigung gemäß § 40 Denkmalschutzgesetz NRW beantragen.
 

Für die Erteilung einer Steuerbescheinigung nach dem Denkmalschutzgesetz NRW sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • bei der baulichen Anlage muss es sich um ein eingetragenes Denkmal handeln oder sie muss im Geltungsbereich einer Denkmalbereichssatzung liegen,
  • die Maßnahmen müssen vor Beginn der Ausführung mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt worden sein,
  • die Maßnahmen müssen zur Erhaltung und sinnvollen Nutzung des Denkmals erforderlich und denkmalverträglich ausgeführt worden sein.
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Eine Steuerbescheinigung kann nach Abschluss der Maßnahme bzw. wenn die Maßnahme über mehrere Jahre durchgeführt wird pro Jahr beantragt werden.